Malaysia + Bali + Lombok (Indonesien)

 vom 23.06. – 09.07.2006

 Basir.JPG (87897 Byte) Tourbus Malaysia 2006.JPG (66322 Byte) Teilnehmer Tour.JPG (73370 Byte) Polofeld Ostküste.JPG (50023 Byte) Polofeld mit Gleitschirm Malaysia.JPG (44922 Byte) Startplatz Pferderanch + Strand Malaysia.JPG (43774 Byte) Flug Malaysia  Ostküste 6.JPG (55341 Byte)    

Basir Hj. Abdul Rahman, Motorschirmtour-Organisator aus Malaysia hatte wieder zu seiner jährlichen Reise eingeladen, welcher ich gerne gefolgt bin. Mit 48 kg Gepäck (ohne Handgepäck) stehe ich am Malaysia-Airlines Check-in Schalter und muß feststellen, daß sich aufgrund der hohen Kerosinpreise die Kulanz bezüglich Übergepäck sich nahe Null bewegt hat. Ich habe bei der Ticketbuchung meinem Reisebüro mitgeteilt, daß dieses für die gesamte Strecke zusätzlich 20 kg Sportgepäck für EUR 120,00 buchen soll. Ein geringer Betrag für zusätzliche 20 kg. Mein Handgepäck habe ich vorsichtshalber zum Einchecken nicht mitgenommen. So wird mir dann, da ich kein Handgepäck habe, nur 5 kg Übergepäck berechnet, welches mich EUR 200,00 kostet (EUR 40,00 je Kilo). Nach 11 ½ stündigem Flug erreiche ich Kuala Lumpur und habe hier 4 Stunden Aufenthalt bis mein Weiterflug nach Kuala Terengganu weitergeht. Dieser Inlandsflug ist mit 45 Minuten sehr kurz. Bei der Gepäckausgabe sehe ich dann auch die beiden französischen Piloten, welche ebenfalls an der Tour teilnehmen. Sie erzählen mir, daß der französische Tourorganisator kein Übergepäck für sie gebucht hat und jeder der beiden Piloten mit Ersatzteilen über 60 kg Gepäck bei sich hat. Dieses Übergepäck hat sie pro Pilot bei Abflug ab Paris einen zusätzlichen Aufpreis von EUR 2.280,00 für einfache Strecke gekostet. Dementsprechend war ihre Laune. Per Auto ging es dann weiter nach Dungun wo wir in einem Mittelklassehotel einchecken (kleines Zimmer mit Etagendusche, aber Aircon). Da optimales Flugwetter ist, bauen wir gleich unsere Motoren zusammen mit anschließender kurzer Fahrt zum Strand. Dort sind auch schon die malayischen Piloten der Tour. Mit einem großem Reisebus sowie zwei Pick-up. Es gibt ein kleines Briefing und schon bin ich in der Luft. Beim Start leider wieder das gleiche Problem wie bei den vorherigen Flügen in Costa Rica: Trotz Reparatur bei Fresh Breeze und Checkflug von mir in Deutschland schlägt der Propeller bei Vollgas wieder am Auspuff an. Kann das am Klima liegen? Gleich nach dem Start gehe ich auf Halbgas, denn da gibt es keine Berührung. Mein Flug führt mich Richtung Süden etwa 10 km die Küste entlang bis Kuala Paka, wo ich umkehre. Mein Motor macht fremde Geräusche und bei bestem Flugwetter in absolut ruhiger Luft, lande ich nach etwa 1 Stunde am Startplatz. Dort stelle ich eine Undichtigkeit mit Ölaustritt am Zylinderkopf fest, was sich leider auf die schnelle nicht beheben läßt. Dungun ist tiefste malaysische Provinz, was sich auch bei den Getränken bemerkbar macht. Alkohol sucht man vergeblich. Die beiden Franzosen möchten unbedingt ein paar Bier trinken und so fahren wir nach dem Abendessen in die Stadt. Leider finden wir noch nicht einmal bei verschiedenen chinesischen Lebensmittelhändlern oder China-Restaurants Bier. Um 21.30 Uhr gießt es wie aus Kübeln und da wir zu Fuß unterwegs sind, werden wir naß bis auf die Haut.

 Essen Malaysia.JPG (55500 Byte) Essen Malaysia 1.JPG (67303 Byte) Malaysia Mittagessen.JPG (62878 Byte) Motor-Aufbau Malaysia.JPG (98450 Byte) Über Golfplatz Malaysia 1.JPG (66096 Byte) Über Golfplatz Malaysia.JPG (59466 Byte) Flug Golfplatz, Malaysia.JPG (68088 Byte)

25.06.2006 - Dungun, Malaysia: Nach malaysischem Frühstück (Reis mit Trockenfisch) fahren wir ins Landesinnere nach Kp. Jerangau. Beim dortigen Gymnasium erhalten wir die Erlaubnis von deren großem Fußballfeld zu starten. Da es die ganze Nacht geregnet hat, ist es noch ziemlich feucht und neblig, aber die Sonne reißt immer größere Lücken und es wird auch leicht thermisch. Der Rasen ist noch sehr naß und auf dem Feld befinden sich etliche Pfützen. Wir wollen eine kleine Strecke von etwa 10 km über Dschungel fliegen mit Landung auf einem Golfplatz. Das Startfenster ist mit 20 Minuten relativ klein. Ich versuche den Auspuff vom Propeller weiter weg zu montieren, was mir zwar gelingt, der Propeller schlägt aber weiterhin bei Vollgas an. Somit fällt der Flug für mich aus. Mit dem Bus und dem Begleitpersonal fahre ich zum Golfplatz. Dort wird während der Mittagspause durch einen die Tour begleitenden Motorfachmann der Auspuff gerichtet. Der Golfplatz liegt idyllisch zwischen Dschungel und einem großen See und am Nachmittag ist freies Fliegen angesagt. Nach dem Start gewinne ich schnell an Höhe und da der Startplatz auf der rechten Seite mit hohen Bäumen umgeben und auf der linken Seite an einen kleinen Teich grenzt, muß ich geradeaus Richtung See fliegen. Während der Steigphase bemerke ich, daß die Leistung nachläßt. Plötzlich geht der Motor aus. Ich gehe vom Gas und durch den Schwung des Propellers springt der Motor wieder an. Mit Halbgas fliege ich soweit zurück, daß eine sichere Landung jederzeit möglich ist. Jeweils nach kurzer Zeit bei Vollgas geht der Motor aus und startet wieder bei Viertel- oder Halbgas durch den Schwung des Propellers. Bis Halbgas ist Fliegen möglich. So drehe ich noch ein paar Runden und lande schließlich. Wir stellen fest, daß dieser Leistungsabfall von der Undichtigkeit am Zylinderkopf kommen muß. Nach Rückkehr im Hotel mache ich mich zusammen mit dem Motorfachmann daran, den Zylinderkopf zu demontieren. Werkzeug, Schrauben, Dichtung etc. ist alles vorhanden und so ist nach etwa 90 Minuten die Reparatur beendet. Derweil hat sich der Fliegertroß wieder zum Strand begeben. Dort ist aber für einen Flug zu viel Wind und so werden nur Schirme rückwärts aufgezogen. In Dungun hat es sich herumgesprochen, daß Paramotor geflogen wird und so ist eine große Menschenmenge am Strand und wartet auf Flüge. Basir hat einen kleinen Schirm dabei und startet rückwärts zu einer Showrunde. Aber auch ihm ist der Wind zu stark und er landet nach kurzer Zeit wieder ein.

 Flug Malaysia Ostküste 8.JPG (65210 Byte) Flug Malaysia Ostküste 3.JPG (78334 Byte) Flug Malaysia Ostküste 7.JPG (81926 Byte) Flug Malaysia Ostküste 9.JPG (78086 Byte) Flug Malaysia Ostküste 5.JPG (73629 Byte) Flug Malaysia Ostküste 2.JPG (46029 Byte) Flug Malaysia Ostküste.JPG (57119 Byte)

26.06.2006 - Dungun, Malaysia: Streckenflug über ca. 55 km von Dungun nach Marang. Startplatz ist einer der beiden großen Fußballfelder der Schule von Dungun. Platz ist zwar ausreichend vorhanden, aber die Plätze sind umgeben von hohen Bäumen und die Schule liegt mitten im Wohngebiet. Gegen 8.30 Uhr findet ein Briefing statt. Basir erklärt die Flugroute, welche am Meer entlang verläuft. Parallel zum Meer verlaufen Kanäle und wiederum parallel zu den Kanälen etwas weiter im Landesinnern verläuft die Hauptverkehrsstraße. Wer also eine Außenlandung zwischen Meer und Kanal macht, muß unter Umständen eine lange Strecke bis zur nächsten Holzbrücke zurücklegen. Besser ist also entlang der Hauptverkehrsstraße zu landen, aber auch dort ist teilweise Sumpfgebiet. Zeil-Landeplatz ist eine Halbinsel an einer Flußmündung in Marang, auf welcher ein großes rotes Kreuz vom Begleitfahrzeug ausgelegt wird. Der Wind kommt von Land und ist schon leicht thermisch. Wir sind 12 Piloten, welche die Strecke fliegen möchten. Basir und ein Malayischer Pilot kommen als erste weg, dann dreht der Wind. Ich versuche einen Start mit Seitenwind, der Schirm öffnet sich aber nicht richtig. Startabbruch. Ein weiterer Pilot startet, kommt aber nach dem Abheben in einen Abwind und bleibt mit dem Käfig am Querbalken des Fußballtores hängen. Propellerbruch sonst aber nichts passiert. Ich mache einen weiteren Startversuch, aber auch hier öffnet der Schirm nicht richtig. Zwischenzeitlich ist der Wind stark thermisch und wechselt ständig die Richtung. Bei einer Thermikablösung von vorne starte ich und muß etliche Turbulenzen wegstecken bis ich über den Baumwipfeln bin. Ich fliege Richtung Meer, da ich mir dort einen ruhigeren Flug verspreche. Es bockt so stark, daß ich mir überlege umzukehren. Über dem Meer mache ich Höhe, aber je höher ich komme, desto turbulenter wird es. Hinter mir sehe ich die Schirme der beiden Franzosen. Ich lasse mich auf etwa 150 m sinken. Der bockige Wind von Land erfordert volle Konzentration und Schirmkontrolle. Wie beim Rodeo geht es rauf und runter. Vor mir befindet sich ein Berg und der Strand ist gespickt mit großen Felsen also keine Landemöglichkeit. Ich muß jetzt über Dungun weg. Auch dort keine Möglichkeit für eine Außenlandung und das bei dieser geringen Höhe. Es bockt wie nie. Um schneller über die Stadt wegzukommen stehe ich in meinen Beschleuniger. Dann kommt endlich wieder Sandstrand in Sicht. Nach etwa 45 Minuten schmerzen mir die Armmuskeln. Ich habe mich jetzt soweit an das „gebocke“ gewöhnt, welches zunehmend schwächer wird. Nach etwa 75 Minuten sehe ich Basirs Schirm am Boden. Mangels Landemöglichkeit an der Straße mußte er zwischen Meer und Kanal landen. Ich sehe keine Brücke in der Nähe. Das wird ein langer Fußmarsch. Nach etwa 105 Minuten erkenne ich von weitem die Flußmündung und auch die Halbinsel mit dem Kreuz und Windsack. Bis auf Basir und den Piloten mit Propellerbruch haben alle die Strecke bewältigt.

Nach dem Mitagessen in einem der Strandlokale starten wir gegen 13.00 Uhr wieder und fliegen die restlichen  16 km zu unserem Hotel mit breitem Sandstrand in Kuala Terengganu. Obwohl jetzt viele Cumuli am Himmel stehen, ist der Flug viel ruhiger als am Vormittag. Der geplante Flug am späten Nachmittag fällt leider wegen aufgekommenen Starkwind ins Wasser.

 Flug Malaysia Ostküste 10.JPG (58481 Byte) Anflug auf Landzunge Malaysia Ostküste.JPG (42655 Byte) Landeplatz Ostküste.JPG (50962 Byte) Flug Malaysia Ostküste 11.JPG (38477 Byte) Flug Malaysia Ostküste 1.JPG (37536 Byte) Landeplatz Ostküste 1.JPG (49698 Byte) Imbiss Malaysia.JPG (66729 Byte)

27.06.2006 - Kuala Terengganu, Malaysia: Nach einem "lausigen" Frühstück (Bohnen, Reis, halbierte Putenwürstchen) Abfahrt in eine Pferderanch mit riesigem, sehr gepflegten Rasen-Polofeld direkt am Strand. Dort herrscht gegen 10.00 Uhr starker thermischer Landwind. Nach dem Start habe ich zuerst kaum Steigen und habe Mühe, die Baumreihen welche das Stadion umgrenzen zu überfliegen. Dann brutale Thermik mit Steigwerten um 5 m/s. Es wird kein Genußflug. Dies ändert sich erst gegen 12.00 Uhr, als der Wind dann von See her einsetzt. Jetzt ist es kaum mehr thermisch und ich fliege die Küste in beiden Richtungen ab. Am Spätnachmittag setzt dann wieder Starkwind ein. Da am nächsten Morgen die Reise nach Bali weitergeht, reinige ich den Motor und packe meinen Koffer.

28.06.2006 - Kuala Terengganu, Malaysia: Morgens bestes Flugwetter. Um 12.00 Uhr Abflug von Kuala Terengganu nach Kuala Lumpur und Weiterflug nach Bali, wo wir gegen 18.00 Uhr Ortszeit ankommen. Dort macht der Zoll Probleme, nachdem dieser festgestellt hat, daß unser Gepäck eine Flugausrüstung umfaßt. Uns wird erklärt, daß UL-Fliegen auf Bali verboten ist und wir nur mit einer Einladung einer Indonesischen Organisation, welche die Tour leitet, einreisen dürfen. Mir scheint es aber eher so, als ob der Zoll es darauf anlegt, ein großes Trinkgeld zu kassieren, Basir geht ins Büro des Zolldirektors, wo alle Probleme beseitigt werden. Später checken wir im Hotel "La Taverna" am Sanur-Beach ein. Ein schöner breiter Strand welcher sich gut zum Fliegen eignen würde. Allerdings führt an diesem Strand eine Art befestigter Straße entlang, welche von Einheimischen und Touristen genutzt wird. Am Strand sind auch jede Menge Liegestühle aufgebaut, welche man bei einem Start teilweise wegräumen müßte.

Bali-Tourimeile mit Steg .JPG (66227 Byte) Hotel La Taverna, Bali.JPG (47560 Byte) Hotel La Taverna Bali 2.JPG (44308 Byte) Strand La Taverna, Bali.JPG (57573 Byte) Drachen Bali.JPG (37178 Byte) Bali Kreisverkehr.JPG (86454 Byte) Bali Tempel.JPG (85872 Byte)  

29.06.2006 - Bali: Starkwind. Der Himmel ist bedeckt mit Lücken. Fliegen nicht möglich. Wir fahren mit einem gemieteten Bus nach Timbis, der bekannten Kliff-Kante von Bali, wo auf einer Länge von etwa 5 km Freifliegen möglich ist. Aber auch dort ist der Wind viel zu stark. Ein Japanisches Gleitschirmteam ist ebenfalls dort. Bei einem Gespräch erfahre ich, daß diese Piloten am Vortag in Candi Dasa waren und dort in einem schönen laminaren Wind geflogen sind. Ich mache Basir den Vorschlag dorthin zu fahren, aber die Fahrt von etwa 3 Stunden möchte er nicht unternehmen. Auch nach zwei Stunden Wartens ändert sich am Wind nichts, er ist sogar noch viel stärker geworden. Mit den beiden Franzosen fahre ich zurück ins Hotel, während Basir mit der Malayischen Gruppe weiter auf abflauenden Wind wartet.

 Mount Batur 1.JPG (49815 Byte) Am Mount Batur.JPG (49835 Byte) Blick vom Kraterrand.JPG (102855 Byte) Kratersee Mount Batur.JPG (73860 Byte) Kratersee Mt. Batur, Bali.JPG (59543 Byte) Mount Batur.JPG (49087 Byte) Pilotenfrauen.JPG (101807 Byte)

30.06.2006 - Bali: Starkwind und wieder teilweise bedeckter Himmel. Basir sagt, daß ihm Balinesen erzählt haben,  daß im Landesinnern in Ubud der Wind nicht so stark wäre. Da ich dort schon mal gewesen bin, sage ich ihm, daß es dort keine Startmöglichkeiten, sondern nur unter Wasser stehende Reisfelder gibt. Er solle doch besser nach Candi Dasa fahren. Basir bleibt stur. Wir fahren also nach Ubud. Dort ist zwar der Wind schwächer, aber auf jeder freien Fläche wird Reis angebaut. Wir machen eine Sightseeing-Tour mit Besichtigung von Wasserfall etc.

01.07.2006 - Bali: Starkwind. Wir fahren zum Mt. Batur. Die Flugausrüstung lassen wir im Hotel. Unterwegs kommen wir in starken Regen und fahren anschließend durch Nebel. Die Strecke führt jetzt immer bergauf und als wir am Krater vom Mt. Batur ankommen, ist dort Sonnenschein und kaum Wind. Eine Straße führt in den riesigen Krater des Mt. Batur, wo sich ein großer See befindet und an dessen Ufer sich Dörfer befinden mit Gemüsefeldern. Ich fordere Basir auf, dorthin zu fahren, um mögliche Startplätze ausfindig zu machen. Die Fahrer wollen dafür aber eine Extra-Bezahlung, was Basir ablehnt und so fahren wir eben wieder zurück.

 Teilnehmer Bali.JPG (74646 Byte) Startplatz Stadt Bali.JPG (44476 Byte) No Flying, Sightseeing Bali.JPG (85059 Byte) No Flying, Relaxing, Bali.JPG (80089 Byte) Starkwind Bali.JPG (45895 Byte) Wasserfall Bali.JPG (178784 Byte) Flusslandschaft Bali.JPG (183091 Byte)

02.07.2006 - Bali: Böiger Wind, voll bedeckt. Am Vorabend wurde beschlossen, daß wir mit voller Ausrüstung wieder zum Mt. Batur fahren. Dort angekommen ist wieder schönes Wetter, leider aber ziemlich windig. Wir fahren in den Krater und stellen fest, daß jede freie Fläche mit einem Gemüsefeld bepflanzt ist, während die großen freien Flächen übersät sind mit großen Vulkanfelsen. Außerdem gibt es jede Menge Stromleitungen und der Wind hat auch im Krater aufgefrischt. Die Fläche rings um den Kratersee ist sehr dicht bevölkert und es liegt  viel Dreck herum. Am Nachmittag komme ich am Strand mit einigen Balinesen ins Gespräch. Auf den Wind angesprochen erklären sie mir, daß zwischen April und Juli immer sehr starker Wind wäre und die Balinesen in dieser Zeit ihrem Volkssport, dem Drachensteigenlassen nachgehen. Dies erklärt auch die teilweise riesigen Drachen, welche Tag und Nacht am Strand flattern. Diese haben eine Größe von mehreren Metern und knattern im Wind. Am Abend verabschiede ich mich von meinen Malayischen Freunden, da diese am nächsten Tag nach Kuala Lumpur zurückfliegen, während ich auf die Nachbarinsel Lombok weiterreise. Basir ist so gefrustet, daß er erklärt, nie mehr wieder nach Bali zu kommen.

Fähre nach Lombok.JPG (80971 Byte) Aussicht Lombok Westküste.JPG (61811 Byte) Blickrichtung Novotel Südküste Lombok.JPG (65803 Byte) Einsamer Strand Lombok, Südküste.JPG (43430 Byte) Hotelstrand Novotel Lombok 1.JPG (41056 Byte) Hotelstrand Novotel Lombok 2.JPG (67352 Byte) Lombok Strand Westküste 4.JPG (47771 Byte) 

03.07.2006 - Bali: Starkwind. Gleich um 8.00 Uhr fahre ich mit einem Taxi nach Padang Bai, wo die Fähren nach Lombok abgehen. Gegen 10.00 Uhr bin ich da. Leider 5 Minuten zu spät, denn die Fähre legt gerade ab. Ich muß also eine weitere Stunde auf die nächste Fähre warten. Gleich um die Ecke liegt Candi Dasa. Hier ist kaum Wind. Und auch die Einheimischen erzählen mir auf Nachfrage, daß durch die vorgelagerte Insel Nusa Penida der um diese Jahreszeit herrschende Starkwind abgeschwächt wird. Ich ärgere mich sehr über Basir, denn wenn wir wie von mir vorgeschlagen gleich am ertsen Tag nach Candi Dasa gefahren wären, hätten wir tolle Flüge gehabt. Ich werde von Gepäckträgern umlagert. Mit meinem Großgepäck muß ich wohl oder übel zwei von diesen Trägern engagieren. Auf der Fähre angekommen wollen diese anstelle des vorher ausgehandelten Betrages jetzt pro Gepäckstück 10 Euro haben, was ich energisch ablehne. Es gibt heftigste Diskussionen, welche erst enden, als das Abfahrtssignal zum dritten Mal ertönt und sie von Bord müssen. Jetzt sind sie auf einmal mit dem gleich zu Anfang vereinbarten Betrag einverstanden. Nach 4 ½ Stunden Fahrt bin ich dann endlich in Lombok. Auch hier Starkwind. Von den Gepäckträgern ist wohl einer mitgefahren, denn sobald die Fähre angelegt hat, wird diese von Lomboker Trägern gestürmt, welche von mir ebenfalls jetzt 10 Euro je Gepäckstück verlangen, was ich ablehne. Auch nach langer Diskussion kommt keine Einigung zustande. Da die Fähre zwischenzeitlich wieder beladen wird, bleibt mir nichts weiter übrig, als Teile meines Gepäcks unbeaufsichtigt zu lassen und Stück für Stück einzeln von der Fähre zu schleppen. Es herrscht ein unglaubliches Gewusel. An Land stelle ich mein Gepäck neben die Beine eines Polizisten und bitte diesen, darauf zu achten. Wieder an Bord warten diese Gepäckträger-Schurken auf mich und willigen jetzt auf meinen vorgeschlagenen Betrag ein, was ich ablehne, da ich die restlichen beiden Gepäckstücke auch noch alleine schleppen kann. Die sind nun sehr enttäuscht, fällt nun doch eine bezahlte Arbeit aus. Aber das soll ihnen eine Lehre sein, andere ausländischen Passagiere in gleichem Sinne zu verarschen. Ich steige in den nächsten Bus und fahre über Mataram weiter nach Senggigi, wo ich ein Zimmer im Senggigi Beach Hotel reserviert habe. Nachdem ich dort eingecheckt habe, mache ich einen Fußmarsch in den Ort und miete mir ein Auto mit Fahrer, welches mich etwa EUR 18,00/Tag und der Fahrer EUR 4,00/Tag kostet. Plus Benzin.

 Hügel Südküste Lombok.JPG (87621 Byte) Hügellandschaft Südküste Lombok.JPG (64263 Byte) Südküste Lombok.JPG (56461 Byte) Hügel Nähe Novotel Südküste, Lombok.JPG (65636 Byte) Hotelstrand Novotel Lombok.JPG (49976 Byte) Lombok Strand Westküste 2.JPG (55944 Byte) Lombok Strand Westküste 3.JPG (49016 Byte)

04.07.2006 - Lombok: Starkwind aber herrlicher wolkenfreier Himmel. Ich beschließe nach Süden zu fahren, um die dortige Küste in Augenschein zu nehmen. Die Fahrt von Senggigi zur Südküste dauert etwa 3 Stunden. Die Strände dort sind sehr breit und haben strahlend-weißen puderzucker feinen Sand. An Lomboks Südküste ist es überwiegend trocken. Aus diesem Grunde sind die Hänge der Hügel nur mit Büschen und Sträuchern bewachsen. Leider ist der Wind viel zu stark und die Sonne brennt sehr heiß. Schatten findet man nur unter kleinen Hütten, welche die Einheimischen am Strand aufgebaut haben. An einem der wünderschönen Strände befindet sich das Novotel und der Ort Kuta, in welchem sich eine Tankstelle und zwei oder drei Lokale befinden. Ansonsten ist hier Tote Hose. Das Motorfliegen müßte aber großartig sein, weil es sehr viele einsame Buchten gibt und die Strände von etwa 200 Meter hohen Hügeln umgeben sind. Wieder in Senggigi zurück, erkläre ich meinem Fahrer, daß wir jetzt weiter nach Norden fahren. Er ist nicht gerade begeistert darüber, denn es ist Spätnachmittag und er ist müde. Die Fahrt führt entlang der Küste auf einer schmalen asphaltierten Straße. Links und rechts der Straße befinden sich Hütten, ein paar gemauerte Häuser und jede Menge Hühner und Ziegen, welche ständig die Straße kreuzen und meinen Fahrer zu einigen Vollbremsungen zwingen. Nach etwa 15 Kilometern Fahrt kommen wir in den Bereich des Mount Rinjani, mit 3.726 Metern der höchste Berg von Lombok. In dessen Windschatten wird der Wind immer schwächer. Ich stoppe an einem schönen Strand auf Höhe der vorgelagerten Gili-Inseln, welcher sich als Startplatz eignet. Eine perfekte leichte Brise von See her umweht mich. Leider habe ich meinen Motor nicht dabei und es ist auch schon relativ spät. Im Hotel zurück überrascht mich mein Fahrer damit, daß er Morgen einen Ersatzfahrer schickt. Die heutige Fahrt hat ihn so ermüdet, daß er den morgigen Tag frei nimmt.

 Lombok Strand Westküste 1.JPG (44609 Byte) Lombok Strand Westküste.JPG (55040 Byte) Gemüsefelder Südküste Lombok.JPG (66617 Byte) Kauf doch meine Kokosnuss, Lombok.JPG (72385 Byte) Picknick mit Kokosnuss, Lombok Südküste.JPG (68267 Byte) Novotel Lombok, Südküste.JPG (57463 Byte) Lombok Westküste Wiese 1.JPG (71339 Byte)

05.07.2007 - Lombok: Starkwind am Hotelstrand mit hohen Wellen. Mein neuer Fahrer begrüßt mich und ich lade meine Ausrüstung ins Auto. Nach etwa 1 Stunde Fahrtzeit Richtung Norden erreichen wir den Ort Mangsit. Dort ist eine Flußmündung und in deren Bereich hat es Grasflächen, wo auch Rinder grasen. Von See her weht ein optimaler Wind. Ich baue meinen Motor zusammen und bin wenig später in der Luft. Ich fliege die Küste Richtung Norden entlang. Am Strand Palmen, dahinter Reisfelder oder Erdnußfelder. Ich bin richtig glücklich, denn ich hätte nicht gedacht, hier in Lombok in die Luft zu kommen. Aber Dank dem Mount Rinjani klappt es nun doch. Nach etwa einer Stunde Flug lande ich und wir fahren weiter Richtung Norden bis kurz vor Amor-Amor. Dort weiß mein Fahrer einen schönen Strand zum Schnorcheln und relaxen. Der Wind hat etwas aufgefrischt aber nicht so, daß kein Flug möglich wäre. Die nächsten beiden Stunden bin ich Schnorcheln und vergesse die Zeit. Gegen 15.30 Uhr komme ich aus dem Wasser und stelle anhand des Windsackes fest, daß der Wind am einschlafen ist. Bis ich startbereit bin ist schon 16.00 Uhr und der Wind hat gedreht und kommt jetzt nicht mehr parallel zum Strand sondern ganz leicht von See her. Da der Strand aber maximal nur 5 Meter breit ist, kann ich also nur mit Seitenwind starten. In Startrichtung etwa 50 Metern entfernt steht auch noch eine Palme im Weg und ich sehe ein, daß es mit einem Flug nichts wird. Volle Scheiße.

 Lombok Westküste Wiese.JPG (61358 Byte) Erdnüsse.JPG (104266 Byte) Hotelstrand Lombok 1.JPG (60514 Byte) Hotelstrand Lombok.JPG (64204 Byte) Lombok, Küste Richtung Norden.JPG (85824 Byte) Lombok, Senggigi Beach.JPG (69043 Byte) Mount Rinjani fast in Wolken.JPG (55683 Byte)

06.07.2006 - Lombok: Starkwind am Hotelstrand. Kaum zu glauben. Ich habe schon wieder einen neuen Fahrer. Fahrt wieder Richtung Norden. Im Ort Tanjung liegt direkt neben der Straße ein großer Fußballplatz. Ein ideales Startgelände. Da ich aber den Mount Rinjani aus der Nähe und möglichst ohne Wolken sehen möchte, fahren wir weiter. Unterwegs entdecke ich viele schöne einsame Strände, stelle aber fest, daß diese immer schmaler werden und für einen Start nicht mehr geeignet sind. Gegen 9.00 Uhr ist der Rinjani schon fast wieder in Wolken und nach ein paar Aufnahmen fahren wir zurück zum Fußballfeld. Dort baue ich den Motor zusammen und mache mich startklar. Der Windsack wird an einem der beiden Tore befestigt und mein Fahrer jagt die grasenden Ziegen beiseite. Gegen 10.30 Uhr bin ich in der Luft. Ich fliege die Küste wieder in beiden Richtungen ab und entdecke schöne Strände mit vorgelagerten Riffen und glasklarem Wasser. Dann fliege ich ins Landesinnere, aber dort ist es schon ziemlich thermisch und turbulent. Über Land fliege ich zum Fußballfeld zurück. Dort wartet schon eine große Menschenmenge auf mich. Ich drehe einige Kreise und suche mir eine Landelücke, aber die Kinder rennen immer dem Schirm hinterher und somit bleibt für mich keine Lücke zum Landen. Mein Fahrer hat dies mitbekommen und macht mir eine Lücke frei, in welcher ich dann zwischen Ziegen lande. Sofort werde ich von einer großen Menge Neugieriger umringt und komme kaum zum Auto. Nachdem alles verstaut ist, dirigiere ich den Fahrer zu einem der schönen einsamen Strände mit vorgelagertem Riff, welche ich aus der Luft gesehen habe. Dort sind wir ganz alleine. Der Strandabschnitt eiget sich hervorragend als Startplatz und auch das Riff läßt keine Wünsche offen. Am Nachmittag mache ich einen weiteren Flug und sende meinen Fahrer mit dem Auto die Strecke zurück, wo er mich an einem auf der Hinfahrt von mir ausgesuchten Landeplatz erwarten soll. Nach einem schönen Flug von etwa 90 Minuten wartet auch dort schon die halbe Umgebung an Einheimischen auf meine Landung.

Flug Lombok 1.JPG (61925 Byte) Flug Lombok 2.JPG (74870 Byte) Flug Lombok 3.JPG (60042 Byte) Flug Lombok 4.JPG (71130 Byte) Flug Lombok 5.JPG (63963 Byte) Flug Lombok 6.JPG (58633 Byte) Flug Lombok 7.JPG (62811 Byte) 

Flug Lombok 8.JPG (53500 Byte) Flug Lombok.JPG (64348 Byte) Flug Lombok 9.JPG (61646 Byte) Lombok Küste Richtung Norden 1.JPG (78870 Byte) Start Fußballplatz Lombok.JPG (64833 Byte) Menschenauflauf Landung Lombok 1.JPG (94605 Byte) Menschenauflauf Landung Lombok.JPG (94240 Byte) 

07.07.2006 - Lombok: Starkwind in Senggigi. Heute habe ich mit Made den Fahrer, welchen ich schon am ersten Tag gehabt habe. Da ich mir das mit dem Fahrerwechsel schon gedacht hatte, habe ich mir die Abzweigungen zu den diversen Stränden gemerkt und so entfällt das Suchen. Gegen 10.00 Uhr treffe ich an dem schönen Schnorchelstrand vom Vortag ein. Der Wind kommt noch leicht von Land. Ich lege mich unter eine Palme und genieße die Ruhe. Nach etwa 45 Minuten dreht der Wind und kommt eine als leichte Brise von See her. Ich mache mich flugbereit und starte in Richtung Norden die Küste entlang. Ein wunderschöner ruhiger Flug. Auf dem Rückweg baue ich Höhe auf und fliege übers Wasser zur Insel Gili Air, welche von einem tollen Riff umgeben ist. Nach der Landung stelle ich fest, daß das Rohr vom Endauspuff gebrochen ist. Ich starte trotzdem zu meinem letzten Flug auf Lombok und fliege die Strecke von gestern zurück, wo ich vom Fahrer und den Bewohnern empfangen werde.

Begeisterung Lombok.JPG (84997 Byte) Lombok, Suche nach Startplatz, Nordküste.JPG (99860 Byte) Lombok-typisches Haus.JPG (95756 Byte) Mietwagen Lombok.JPG (76231 Byte) Startplatz Hartplatzfeld Lombok.JPG (54450 Byte) Lombok Mataram Flugplatz.JPG (37650 Byte) Bali Agung von Lombok.JPG (25931 Byte)

08.07.2006 - Bali: Check out um 10.30 Uhr. Ich habe mich informiert, daß es Billigflüge von Lombok zurück nach Bali gibt. Ich habe solch einen Flug gebucht, welcher etwa um das doppelte teurer ist als die Fährfahrt , dafür aber nur etwa 30 Minuten dauert. Mit dem vielen Gepäck gibt es überraschenderweise auch keine Probleme. Auf Bali angekommen checke ich ins Hotel Inna Putri Bali ein, welches sich in Nusa Dua befindet und einen riesigen Sandstrand hat, sich aber in unmittelbarer Nähe der Einflugschneise vom Flughafen befindet. Leider Starkwind. Bali ist im Vergleich zu Lombok viel teurer und überall lauern fliegende Händler auf die Touristen und man hat am Strand keine Ruhe. Außerdem wird auf Bali bei einem Restaurantbesuch eine Gouvernment-Tax von 21% erhoben, welche auf Lombok unbekannt ist.

Inna Putri Bali 4.JPG (93485 Byte) Inna Putri Bali 5.JPG (96902 Byte) Inna Putri Bali 6.JPG (100865 Byte) Strand 2 Inna Putri Bali.JPG (48220 Byte) Strand 3 Inna Putri Bali.JPG (46474 Byte) Strand Inna Putri Bali.JPG (47768 Byte) Strand 4 Inna Putri Bali.JPG (47066 Byte)

09.07.2006 - Bali: Um 18.30 Uhr startet mein Flieger nach Kuala Lumpur mit Weiterflug nach Frankfurt. Das Einchecken gestaltet sich problemlos, da viele Urlauber mehr Gepäck als beim Hinflug haben und ich somit nicht weiter auffalle.