Costa Rica 16.01. bis 24.01.2006

 Leguan 2.JPG (355377 Byte) Leguan 1.JPG (240879 Byte) Leguan am Strand.JPG (280760 Byte) Leguan am Strand 1.JPG (275834 Byte) Leguan.JPG (283045 Byte)

Allgemein: Costa Rica verfügt über etliche Gleitschirmfluggebiete an der Küste als auch im Landesinnern. Infos unter:  http://www.costaricamap.com/ing/avjparapente.html oder http://www.kpcc.com/paraflight/ und ist wegen seiner breiten Strände und vieler Wiesen zum Motorschirmfliegen hervorragend geeignet. An der Westküste ab der Stadt Jaco Richtung Süden finden sich kilometerlange Strände, welche mit dem Auto bequem erreichbar sind. Einige dieser Strände sind selbst bei Flut für einen Startlauf ausreichend groß und bieten durch Palmen hinreichend Schatten (außer Playa Hermosa), sodaß die Familie am Strand Baden und Faulenzen kann, während das Familienoberhaupt durch die Lüfte schwebt. Im Hinterland Richtung Süden wird außerdem sehr viel Viehzucht betrieben. Riesige mit Stacheldraht umzäunte Grasgrundstücke reichen oftmals bis zum Strand und eignen sich ebenfalls als Startgelände sofern das Gras nicht zu hoch ist und man das Eingangsgatter findet. Es befinden sich auch etliche UL-Plätze verteilt in Costa Rica wo man Trikes und sonstige UL’s mieten kann. Drachenschlepp findet auch statt. Einziger Wermutstropfen ist die anschließende Ausreise, wo sämtliches Gepäck aller Passagiere von Hand durchsucht wird und ein nach Kraftstoff riechender Tank oder Motor erhebliche Probleme verursacht. 

                 Bruecke.JPG (214341 Byte)  Eingang zur Weide.JPG (240546 Byte)  Gatter.JPG (379469 Byte)        Hotelstrand 1.JPG (363289 Byte)  Hotelstrand.JPG (232993 Byte)  Jaco Stadt.JPG (231424 Byte)  Jaco.JPG (318597 Byte)    Krokodil 2.JPG (507317 Byte)  Krokodil 4.JPG (324847 Byte)  Krokodil.JPG (331878 Byte)  Krokodil1.JPG (371851 Byte)  Krokodile unter Bruecke.JPG (349208 Byte)  Krokodile.JPG (180452 Byte)  Kueste bei Puntarenas.JPG (197450 Byte)  Kuestensoaring bei Puntarenas 1.JPG (207700 Byte)  Kuestensoaring bei Puntarenas 2.JPG (171391 Byte)  Kuestensoaring bei Puntarenas.JPG (193997 Byte)            Nationalpark Manuel Antonio.JPG (291274 Byte)  Panorama Hinterland 1.JPG (207679 Byte)  Panorama Hinterland.JPG (210152 Byte)  Parkschild.JPG (338986 Byte)  Playa Berjuco 1.JPG (282359 Byte)  Playa Berjuco 3.JPG (382693 Byte)  Playa Berjuco.JPG (197605 Byte)          Playa Herradura 1.JPG (372592 Byte)  Playa Herradura.JPG (261617 Byte)  Playa Jaco 0.JPG (251033 Byte)  Playa Jaco 2.JPG (211782 Byte)  Playa Jaco 3.JPG (269173 Byte)  Playa Jaco 4.JPG (119042 Byte)  Playa Jaco.JPG (289559 Byte)  Souvenirshop.JPG (446106 Byte)  Strand Manuel Antonio 1.JPG (170929 Byte)  Strand Manuel Antonio 2.JPG (142183 Byte)  Strand Manuel Antonio 3.JPG (196234 Byte)  Strand Manuel Antonio 4.JPG (108901 Byte)  Strand Manuel Antonio.JPG (200232 Byte)  Swimmingpool 1.JPG (435942 Byte)  Swimmingpool.JPG (371342 Byte)  Thermikfliegen bei Jaco 1.JPG (176927 Byte)  Thermikfliegen bei Jaco.JPG (177852 Byte)  Viehweide 1.JPG (290330 Byte)  Viehweide 2.JPG (345686 Byte)  Viehweide.JPG (431206 Byte)  Viehzucht am Meer 1.JPG (229494 Byte)  Viehzucht am Meer.JPG (291467 Byte)

Reiseverlauf: Die Abfertigung in Frankfurt durch den Bundesgrenzschutz gestaltet sich wie gewohnt. Das Gepäckstück mit dem Käfig bleibt im Röntgengerät stecken und wird darauf wegen der Vielzahl an Passagieren nur kurz gecheckt. Beim Durchleuchten des Motors fragt die Dame was das nun denn wäre, gibt aber nach Auskunft sofort grünes Licht, da ich durch den Käfig schon genug Stau verursacht habe. Als Sportgepäck habe ich eine Gleitschirmausrüstung angegeben und darf somit 30 kg zusätzlich mitnehmen. Condor berechnet für diese zusätzlichen 30 kg EUR 50,00 für die gesamte Strecke. Ein fairer Preis.

Nach 14 Stunden Flug mit Stopover in Havanna auf Cuba treffen wir dann in Costa Rica ein. Dort wird zuerst nochmals das Gepäck durchleuchtet. Ein Novum, welches ich auf meinen bisherigen Reisen noch nie erlebt habe. Nach weiteren 3 Stunden Busfahrt sind wir dann gegen 22.00 Uhr endlich in unserem Hotel, dem Punta Leona Resort etwa 16 km nördlich von Jaco. Das Hotel befindet sich in einem großen Naturschutz-Reservat und unser Bungalow in unmittelbarer Nachbarschaft zum Urwald. Zum Strand ist es ein Fußweg von etwa 800 Metern.

 Aufstieg Startplatz Jaco.JPG (328748 Byte)  Korkodil 3.JPG (254033 Byte)  Hotelpark.JPG (596111 Byte)  Highway.JPG (168832 Byte)  Bambusroad.JPG (468864 Byte)

Gleich nach dem Frühstück an unserem ersten Urlaubstag versuche ich ein Auto zu mieten, denn die gesamte Flugausrüstung an den Strand zu schleppen würde sich bei der Hitze als schweißtreibende Angelegenheit gestalten. Außerdem liegt der Strand in einer halbmondförmigen Bucht, in welcher die Windverhältnisse nicht gerade optimal sind. Im Hotel befindet sich nur ein Auto-Verleiher, welcher dementsprechend hohe Preise hat. Eine Fahrt mit dem Taxi nach Jaco, wo weitere Verleiher sind, würde 20 US Dollar kosten. Das Handy – außer man ist E-Plus Kunde funktioniert in Costa Rica nicht. Ich lasse mich vom Hotel-Fahrdienst die etwa 4 km lange Strecke zum Resort-Ausgang bringen und nehme den Bus nach Jaco. Dort sind etliche Anbieter. Die Preise sind sehr hoch und ich miete für 7 Tage einen Daihatsu Terios Allrad zum Preis von US $ 390,00 inclusive Versicherung. Das Auto ist nagelneu und hat gerade 1.200 km auf dem Tacho und hat einen ausreichend großen Gepäckraum um den halb zusammengebauten Fresh Breeze zu verstauen.

Zurück im Resort packe ich gleich meine Ausrüstung zusammen. An der nächsten Tankstelle, wird Benzin für den Paramotor gekauft und weiter geht die Fahrt Richtung Süden. Vorbei an Jaco windet sich die Straße die Berge der Küste entlang und gewährt tolle Ausblicke aufs Meer. Nach etwa 25 km erreicht man den Strand Playa Hermosa, ein Eldorado für Wellensurfer. Der Strand ist etwa 10 km lang und wird beidseits von einer Halbinsel begrenzt. Leider befinden sich im mit dem Auto zugänglichen Bereich keine Bäume welche Schatten spenden könnten und so gestaltet sich der Aufbau zu einer shweißtreibenden Angelegenheit. Der Wind steht optimal an und da gerade Ebbe herrscht ist auch der Strand für einen Start breit genug. Nur der Sand ist sehr fein und tief und es liegt jede Menge Treibholz herum, welches zuerst weggeräumt werden muß. Dann gibt es noch eine Lianenart, die sich durch den Sand windet und an deren grünen Trieben die Leinen hängenbleiben. Nach dem Probelauf meines Fresh Breeze Solo bin ich gegen 16.00 Uhr in der Luft. Bei Vollgas zeigt sich gleich wieder das alte bekannte Problem: der Propeller schlägt an den Endschalldämpfer. So fliege ich nur mit Halbgas und auch da habe ich ab und zu Propeller-Berührung. Da ich nur einen Propeller dabei habe und mir bei meinem Malaysia-Urlaub im vergangenen Jahr eben durch solche Berührungen beidseitig etwa 3 cm große Löcher in den Propeller gebrannt habe, ist es kein Genußflug. Da auch noch die Flut einsetzt und der Strand langsam immer schmaler wird, lande ich nach etwa 30 Minuten. Der Propeller hat schon wieder deutliche Abriebspuren und so versuche ich den Abstand an der Verbindung Auspuff/Endschalldämpfer/Motor zu verändern. Ein anschließender Checklauf verläuft zufriedenstellend.

 Alles passt ins Auto.JPG (419227 Byte)  Playa Hermosa Strand.JPG (172281 Byte)  Einhaengen Playa Hermosa.JPG (235387 Byte)  Strandaufraeumen.JPG (221974 Byte)  Landeanflug Playa Hermosa.JPG (75957 Byte)  Playa Hermosa bei Ebbe.JPG (196087 Byte)

Playa Hermosa Richtung Norden.JPG (150283 Byte)  Playa Hermosa Richtung Sueden.JPG (407507 Byte) 

 

 

Am nächsten Morgen blauer wolkenloser Himmel. Wir fahren wieder zur Playa Hermosa. Der Wind bläst ziemlich stark und auch die Wellen sind höher als am Vortag. Optimale Bedingungen zum Wellenreiten. Da ich "fluggeil" bin, mache ich mir wegen dem Wind keine großen Gedanken. Beim Auslegen des Schirms wird dieser durch den starken Wind immer wieder verwirbelt und bleibt nie dort liegen wo er soll. Das heißt, daß ich ein ziemlich großes Stück des Strandes von Treibholz und sonstigem Müll räumen muß. Die Lianenart ist dabei ziemlich tückisch, da die Wurzeln teilweise unter dem Sand verlaufen und der starke Wind weht bereits weggeräumtes Treibholz immer wieder zurück. Nachdem ich dann endlich eingehängt bin, hat der Wind nochmals zugelegt. Unter normalen Umständen hätte jetzt mein Verstand eingesetzt und ich hätte auf einen Flug verzichtet – eben weil ich keinen Ersatzpropeller dabei habe. Ich ziehe den Schirm rückwärts auf, drehe mich aus und gebe Vollgas. Durch den weichen Sand sinke ich dabei ziemlich ein und bleibe mit einem Bein an der Wurzel einer Liane hängen, komme ins Straucheln und falle seitwärts auf den Käfig. Da ich den Motor nicht so schnell stoppen kann, fliegt mir ein Teil vom Propeller um die Ohren. Das war's also mit Fliegen auf Costa Rica! Nachdem ich die Ausrüstung wieder im Auto verstaut habe, fahren wir weiter Richtung Süden. Nach etwa 20 Kilometer biegen wir von der Hauptstraße ab und fahren etwa 3 km auf einer holprigen Piste zur Playa Berjuco. Wir parken direkt an einem herrlich breiten Strand, gesäumt von Palmen, jeder Menge Schatten – und hier bläst der Wind auch wesentlich schwächer als an der Playa Hermosa. Auch der Sand ist nicht so tief sondern recht fest. Ich könnte heulen, aber die Familie freut's. So faulenzen wir den Rest des Tages am Strand und kühlen uns in den Wellen ab.

 

An den weiteren Tagen machen wir Ausflüge sowohl Richtung Norden bis Puntarenas als auch Richtung Süden bis zum Nationalpark Manuel Antonio. Pauchal läßt sich sagen, daß die Straßen in Richtung Puntarenas im Norden immer schlechter werden mit sehr vielen großen Schlaglöchern und auch die Strände eignen sich kaum zum Motorschirmfliegen.

Der Nationalpark Manuel Antonio, ca. 3 Stunden mit dem Auto von Jaco entfernt, verfügt über herrliche Sandstrände mit vorgelagerten Inseln und sehr vielen Tieren. Der Dschungel beginnt unmittelbar am Strand.  Der Eintritt ist mit 8 US$ pro Person nicht gerade billig, die Landschaft aber ist es wert. Wegen der Tiere muß man aber nicht unbedingt diesen Nationalpark besuchen. Die ganze Tierwelt und dazu noch sehr viel mehr Vögel gibt es auch zum Nulltarif in unserem Punta Leona Resort-Hotel. Zu beobachten teilweise ganz bequem vom Liegestuhl direkt am Swimmingpool.

Schnorchler und Taucher sollten hingegen eine Tour zur Cocos-Insel machen, was leider nur als 5-tägige Kompakttour, auch wegen der großen Entferunung zum Festland, zu buchen ist. Die Westküste von Costa Rica verfügt über keine Korallenriffe und somit lohnt sich dort das Schnorcheln nicht. Außer Sand und einigen Fischen sieht man im von Wellen aufgewirbelten trüben Wasser kaum etwas.